Natürlich ohne UV

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Natürlich ohne UV 2017-10-18T22:03:41+00:00

Natürlich ohne UV.

Gegen einen ökologischen Rückschritt.

Warum drucken wir bei Rasch – heute und in Zukunft- natürlich und ohne den Einsatz der aktuell so stark beworbenen (LE-D) UV-Technologien?
Wir haben uns in den vergangenen Jahren sehr intensiv und kritisch mit diesen Druckverfahren beschäftigt und uns mit sehr großer Überzeugung aus wirtschaftlichen und aus ökologischen Gründen gegen den Einsatz der speziellen Druckfarben und Trocknung mit UV-Licht entschieden. Wir halten den (LE-D) UV Offsetdruck für einen sehr schwerwiegenden, ökologischen Rückschritt, während der konventionelle Offsetdruck in den vergangenen Jahrzehnten große ökologische Fortschritte für Mensch, Natur und Umwelt erzielt hat.

» Innovation bedeutet für uns, nicht jede mögliche, neue Technologie um jeden Preis einzusetzen. Sinnvoll und wirtschaftlich ist es –orientiert am messbaren Nutzen für unsere Kunden- die richtige Technologie zum richtigen Zeitpunkt für den jeweiligen Bedarf einzusetzen. «

Sebastian Löw, Geschäftsführer
Für ein hervorragendes Druckergebnis –auch auf Naturpapieren- ist immer zuerst ein gutes Handwerk, zeitgemäßes Farbmanagement und eine gepflegte und moderne Technik gefragt. Die aktuell stark beworbenen Druckerzeugnisse aus dem UV-Offset hingegen belasten die Umwelt und sind ökologisch betrachtet leider ein großer Rückschritt. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf und sagen warum wir natürlich ohne UV drucken.
Als Ihr Berater und Navigator auf dem Weg, mit Ihnen gemeinsam stets die optimale und kostengünstigste Lösung für Ihre Projekte auszuwählen, möchten wir hier Fragen beantworten, die im Zusammenhang mit (LE-D) UV-Druckverfahren vermehrt auftreten:
Viele wissen nicht, dass die UV-Offset-Technologie keineswegs neu ist. Bereits seit den 70er Jahren wird diese Technik für den Druck auf nicht saugfähigen Materialien wie Folien und Kunststoffen und für die Drucksachen-Veredelung eingesetzt. In diesen Bereichen ist und bleibt sie unverzichtbar. Auch wir bieten punktuell bei speziellen Veredelungen und Hochglanz-Lackierungen sinnvolle Lösungen im UV an. Für den normalen Akzidenzdruck auf herkömmlichen Papieren ist (LE-D)–UV aber aus ökologischer Sicht betrachtet ein Rückschritt und schadet der Umwelt!
Bei jedem UV-Druckverfahren (Auch LE, LED oder H-UV) werden UV-Strahler und UV-reaktive Kunststoffe mit Fotoinitiatoren als Farben eingesetzt. Bei Bestrahlung mit UV-Licht reagieren, beziehungsweise härten sie. Dabei entsteht eine hauchdünne Kunststofffolie die beim späteren Recycling in kleine Schnipsel zerreißt und sich beim „De-inken“ des Altpapiers nur noch sehr schwer entfernen lässt (Deinken: das Entfernen der Farbe aus dem Altpapier). In der Druckerei muss die Makulatur aus Umwelt- und Gesundheitsgründen sogar streng getrennt entsorgt werden. Ausgehärtete UV-Farben sind Plastik. Plastikmüll ist eines der großen Problemfelder beim Thema Umweltschutz. Nachhaltigkeit kann mit UV-Druck-Objekten daher nicht erzielt werden. Aus den gleichen Gründen ist ein mit UV-härtenden Farben gedrucktes Produkt für kein Umweltzeichen wie z.B. den „Blauen Engel“ qualifizierbar.
Ein weiteres, oft irreführend eingesetztes Argument für den UV-Offset ist die LE- oder LED Technologie, die für „Low-Energie“ steht. Leider verhält es sich auch hier anders herum. Nur im Vergleich zum klassischen, sehr energieaufwändigen UV-Druckverfahren ist der Energieverbrauch bei LE bzw. LED geringer. Aber im Vergleich zum herkömmlichen Offsetdruck ist der Energieverbrauch erheblich größer! Werbeaussagen wie „LE(D)-UV-Offset ist umweltfreundlich und verbraucht weniger Energie“ sind falsch.
Gern wird damit geworben, dass man Naturpapiere im LE(D)-UV-Offset exzellent bedrucken kann. In der Tat wird die aufgebrachte Kunststoffschicht bereits voll ausgehärtet, bevor sie ins Papier eindringen kann, was bei saugfähigen Bedruckstoffen zu einer besseren Bildwiedergabe durch die aufliegende Kunststoffschicht führen kann. Dennoch muss man abwägen, ob –gerade beim Einsatz von Recycling- und Naturpapieren- das Aufdrucken einer Plastikschicht denn vorteilhafter sein kann, als ein Druck mit ökologisch unbedenklichen Farben aus nachwachsenden Rohstoffen? Dementsprechend erscheint das besondere Hervorheben des brillianten Kunststoffglanzes auf einem Recycling- oder Naturpapier zumindest widersprüchlich.
Sofern ein gestochen scharfer und brillanter Ausdruck gewünscht ist, empfehlen wir auch zukünftig den Einsatz gestrichener Bilderdruckpapiere. Die besondere Haptik und Anmutung von Naturpapieren ergänzt sich noch immer am besten mit gutem Handwerk, zeitgemäßem Farbmanagement und einer gepflegten und modernen Technik zu einem harmonischen, stimmigen Printprodukt ohne ein schlechtes Gewissen mit Blick auf die Umwelt.
Diese Frage lässt sich mit einem eindeutigen „Jein“ beantworten:
Ja, da der Druckbogen die Druckmaschine durch die Bestrahlung mit UV-Licht bei korrekter Anwendung bereits trocken verlässt. Bei sehr kleinen Druckauflagen und Umfängen und engen Terminen ist eine sofortige Verarbeitung ohne weitere Trocknung der Druckbogen möglich. Hier ist allerdings in der Regel eine Produktion im Digitaldruck die wirtschaftlichere und noch schnellere Alternative.
Nein, da die Beschaffenheit der hochreaktiven Druckfarben oft geringere Maschinengeschwindigkeiten zulässt, als im klassischen Offsetdruck. Schon bei mittleren bis hohen Auflagen ab wenigen tausend Druckbogen oder Druckprojekten mit höheren Seitenumfängen spielt ohnehin die Trocknungszeit der Bogen bis zur weiteren Verarbeitung in der Praxis kaum noch eine Rolle. Die Bogen trocknen einfach während der Zwischenlagerung. Wir nehmen gerne geringfügig längere Trocknungszeiten in Kauf und drucken für Sie mit möglichst nachhaltig hergestellten Farben, Cobalt- und mineralölfrei und alkoholreduziert.
Hier finden Sie einen weiterführende Link zum Thema von der INGEDE, der Organisation der deinkenden Papierfabriken sowie einen aktuellen Leitfaden der europäischen Druckfarbenvereinigung EuPIA zum sicheren Umgang mit energiehärtenden Druckfarben.
http://www.ingede.com/ingindxd/presse/pm1501.html
Leitfaden für Drucker zum sicheren Umgang mit energiehärtenden Druckfarben und Drucklacken.pdf
Weitere Fragen und Details erklären wir natürlich gerne auch im persönlichen Gespräch!

Ihr Ansprechpartner

Sebastian Löw

Geschäftsführer

Jede gute Geschichte hat einen Anfang.

Ein kleiner Streifzug durch die Firmenhistorie der Druckerei Rasch in Bramsche.